Anfrage: Dezentrale Unterbringung von Wohnungslosen
Dienstag, 12. Dezember 2017

WohnungslosigkeitAnfrage der LINKSFRAKTION zur Ratssitzung am 19.12.2017

Braunschweig nimmt die Zahl wohnungsloser Menschen tendenziell zu, was auch auf den angespannten Wohnungsmarkt zurückzuführen ist. Genaue Angaben über die Gesamtzahl der Wohnungslosen gibt es für die Stadt Braunschweig nicht. Es ist aber von mindestens 500 Wohnungslosen auszugehen.

Seit Jahren gibt es den Beschluss des Rates, dass in Braunschweig Wohnungslose dezentral untergebracht werden sollen. Eine Umsetzung dieses Beschlusses erfolgte bis heute nicht. Stattdessen hat sich die Verweildauer in der zentralen Unterkunft „An der Horst“ für Menschen ohne Obdach verlängert. Auch wenn es den Anschein hat, als hätten sich einige Menschen auf dieses Provisorium "eingelassen", kann dies nicht im Sinne einer Kommune sein. Ziel muss bleiben, Menschen vor Obdachlosigkeit zu bewahren und wenn sie dennoch obdachlos werden, sie so schnell wie möglich wieder mit angemessenen Wohnraum zu versorgen. Insofern stellen dezentrale Unterkünfte als vorübergehende Auffangorte und nachfolgend eine große Zahl von Probewohnungen wesentliche Instrumente dar.

Vor diesem Hintergrund wird die Verwaltung gefragt:

  1. Wie ist die Entwicklung der Zahl der dezentralen Unterkünfte in den letzten 5 Jahren?
  2. Ist es zutreffend, dass die Stadt keine Wohnungen mehr anmietet zur dezentralen Unterbringung von Obdachlosen, obwohl es durchaus Angebote von Vermietern geben soll?
  3. Welche Maßnahmen gibt es in der zentralen Unterbringung „An der Horst“, um beispielsweise Konflikte zu vermeiden und "Langzeitbewohner" in andere Unterkünfte zu bringen?

Stellungnahme der Verwaltung