ZGB:Sozialticket paradox
Montag, 20. Juni 2016

 Pressemitteilung

Wie jedes Jahr planen die Verkehrsunternehmen in der Region Südostniedersachsen auch im kommenden Jahr eine „moderate“ Erhöhung der Fahrpreise im öffentlichen Personennahverkehr. Würden die Preise gesenkt, könnten vielleicht mehr NochautofahrerInnen überzeugt werden, umzusteigen auf Bahn und Bus, aber das nur am Rande.

Ein regionales Sozialticket, für Menschen, die sich jede Fahrt mit Bus und Bahn 2 mal überlegen müssen, weil das Geld dafür nicht da ist, wird es weiterhin nicht geben: „Die Linke konnte sich leider nicht durchsetzen, es gab keine Mehrheiten für ein regionales Sozialticket, vergleichbar mit dem Sozialpass in Braunschweig“ bedauerte Hansi Volkmann, Mitglied in der Verbandsversammlung des ZGB.

Allerdings ist ein „Sozialticket paradox“ in der Planung: Im Entwurf für die neuen Fahrpreise ab 2017 sollen die Preise der 1. Klasse gesenkt werden. Schülerfahrkarten, Seniorenkarten, Normalfahrscheine, alles wird teurer! Aber die 1. Klasse darf billiger fahren, die Preise werden gesenkt. „Es ist wie überall in unserer Gesellschaft: Den Armen wird es genommen, den Reichen wird‘s gegeben..“ Bertolt Brecht hat das so ausgedrückt: „Reicher Mann und armer Mann standen da und sahn sich an.  Und der Arme sagte bleich: »Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich«.“

Hansi Volkmann

DIE LINKE. im Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB)