Von der Bürger- zur Solidarkommune

ASSE-Seminar der LINKEN. im Rat der Städte Braunschweig, Wolfsburg und Wolfenbüttel, sowie im Kreistag Peine in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Nds. 4.September 2010

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Rat 17.11.09: Oberstufe an der IGS Querum kommt! PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 17. November 2009

IGSRatssitzung 17.November 2009 17:00 Uhr TOP 5 Oberstufe an der IGS Querum

Erfreulich: Oberstufe kommt!
Anderseits - leider nur am Standort Nibelungenschule

CDU/FDP reagiert auf Druck von unten und aus der Opposition. Hier der Ratsbeschluss

Redebeitrag von Gisela Ohnesorge (DIE LINKE)
[Es gilt das gesprochene Wort]

Die Schulpolitik der Stadt Braunschweig ebenso wie die der Mehrheitsfraktionen von CDU und FDP ist seit Jahren ein Hin und Her. Dies ist sicher auch eine Folge der völlig verfehlten Schulpolitik auf Landesebene:

  • Übers Knie gebrochen Einführung von G8 ohne entsprechende Curricula
  • Einführung des Zentralabiturs
  • Dann das zunächst verhängteGesamtschulerrichtungsverbot, was aber aufgrund des Druckes der Eltern zurückgenommen wurde. Die Erlaubnis, doch neue IGSen einzurichten, nun aber nur als offene Ganztagsschule und fünfzügig.
  • Wegfallen soll die Volle Halbtagsschule.

Alles das hat Auswirkungen auf Raumprogramme, damit auf die Entscheidungen der Stadt Braunschweig.Und hier gibt es keinen vernünftig angelegten Gesamtplan.  

Wir haben es erlebt mit dem Standort der vierten Gesamtschule, erst war Rüningen im Gespräch, dann wurde es schließlich Volkmarode.Wir haben es erlebt an der Frage des Standortes der Förderschulen, Schwerpunkt Lernen. Erst sollten diese ins Schulzentrum Volkmarode, dann wieder war nicht klar, welche der drei nun bestehen bleiben sollten usw. Auch hier könnte ich Weiteres aufzählen, erspare mir und Ihnen das. Wir erleben es jetzt mit der Oberstufe für die IGS Querum.

Was aber ist die Folge? Verunsicherung in den Kollegien, Verunsicherung bei den Eltern, Verunsicherung bei den Schülern.Verlass ist nur noch darauf, dass kein Verlass ist. Die Aussagen von gestern haben sich heute schon überholt und wie es morgen aussieht, weiß niemand.

Bleiben wir nun bei der IGS Querum.Wir von der LINKEN fanden den Kompromiss, mit dem die Schule leben wollte, nämlich mit der Außenstelle Nibelungenschule, nicht gut, wenn auch löblich gedacht. Die Eltern, Lehrer und Schüler haben sich auf die Aussagen verlassen, dass die Oberstufe eingerichtet wird.Dann aber der Rückzieher: Man wisse ja gar nicht so genau, wie viele Oberstufenschüler es in Zukunft geben werde aufgrund des Turboabiturs.Wenn man davon ausgeht, dass wir vielleicht in der Zukunft aussterben, können wir uns die Schulen ja auch insgesamt sparen. Es wurde ein Bedarf gesehen, aber dennoch blieb es zunächst beim Nein. Jetzt aber hat man einen neuen faulen Kompromiss ausgehandelt: Man will es mit Bordmitteln schaffen und dann später die Außenstelle Nibelungenschule einrichten. Erfreulich ist, dass die CDU und FDP doch noch zur Einsicht gekommen sind, dass eine solche Oberstufe notwendig ist. 

Aber der Schulausschuss hat den Antrag der LINKEN auf Neubau am Standort Querum angenommen. Hier ist das Geld auch zukunftsorientiert angelegt. 2,9 Mio für den Ausbau der Realschule gegen 5,6 Mio für eine richtige Lösung. Der Rat täte gut daran, hinter diesen Beschluss eines Fachausschusses nicht zurückzufallen.

Wir werden deshalb dem Antrag der CDU/FDP auf Errichtung der Oberstufe Querum zustimmen, nicht aber dem Punkt 2, nämlich ab 2011 an einer Außenstelle, der Nibelungen-Realschule.

 
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