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Rimpaus Garten PDF Drucken E-Mail
Freitag, 18. April 2008

Leserbrief an die BZ zum Artikel über den Verkauf von Rimpaus Garten:

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Die Argumente, mit denen die Stadt Braunschweig ihre Entscheidung zum Verkauf von Rimpaus Garten begründet, sind allesamt unzutreffend:

Aussage der Stadt:

Es handelt sich bei dem Grundstück um einen schmalen Grünstreifen, der lediglich zur Arrondierung des Grundstücks Wolfenbütteler Straße 2 nützlich ist.

Richtig ist:

Der Grünstreifen bildet zusammen mit dem Weg, der an der Oker entlang führt, einen ausgesprochen idyllischen kleinen Park, der der Erholung der Bewohner des Umfeldes dient. Es hat aus diesem Grund bisher nicht zu dem genannten Grundstück  gehört.

Aussage der Stadt:

Da nach dem Verkauf des größten Teils von Rimpaus Garten der größte Teil des früheren Parks nicht mehr öffentlich ist, hat der schmale Grünstreifen für Stadt und Bürger keinen besonderen Nutzen mehr.

Richtig ist:

Zwischen dem hier zur Debatte stehenden Grünsteifen und dem Garten des Rimpau'schen Hauses, in dem sich der Parkplatz des Sozialgerichts befand, besteht überhaupt keine direkte Verbindung. Es sind zwei voneinander unabhängige Geländeteile, der Verkauf des höher liegenden Grundstückes hat keinerlei Einfluss auf den Charakter des kleinen Parks an der Oker. 

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Aussage der Stadt:

Der Spazierweg bleibt erhalten.

Richtig ist:

Eine idyllische kleine Erholungslandschaft wird auf den nackten Nutzen einer Verbindung zwischen zwei Straßen reduziert.


Aussage der Stadt:

Ratsgremien müssen bei Grundstücksangelegenheiten unterhalb von 350.000 EU nicht eingebunden werden.

Richtig ist:

Die Unrichtigkeit der drei vorgenannten Aussagen zeigen, dass die Argumente entweder  nur vorgeschoben sind, oder die Entscheidung von völlig ortsunkundigen Personen getroffen wurde. Gerade dies aber wäre ein Grund, den Bezirksrat anzuhören, der ortskundig ist und die Interessen und Wünsche der Anwohner kennt. Für einen einmaligen wohltätigen Zweck wird ein Gelände, das bisher öffentlich war, der Nutzung der Bürger eines ganzen Stadtviertels auf Dauer entzogen.

Lothar Vogel (Die Linke)
Stadtbezirksrat Viewegs Garten - Bebelhof

 
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