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Redebeitrag zum Antrag "Städtebauliche Aufwertung des Herzogin Anna-Amalia-Platzes" PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 22. August 2017

Gisela OhnesorgeRatsfrau Gisela Ohnesorge (DIE LINKE.), zur Ratssitzung am 22.08.2017 zum Tagesordnungspunkt 4.7 :

Es gilt das gesprochene Wort.

Städtebauliche Aufwertung des Herzogin Anna-Amalia-Platzes – so  nennt die CDU ihren Antrag. Dieser Antrag wurde deshalb auch im Planungs- und Umweltausschuss behandelt.Der Punkt 2, nämlich zusätzliche grüne Begegnungsinseln auf dem Platz zu schaffen, hatte auch für die LINKE einen gewissen Charme.Schauen wir uns doch mal die Resonanz der Bevölkerung auf die „hochwertig“ gestalteten Plätze an, die einen geringen Anteil an Grün aufweisen. Der Johannes Selenka Platz als ein bezirkliches Beispiel sei hier genannt. Mag auch die HBK diesen als einen angemessen gestalteten Platz ansehen, die Bewohnerinnen und Bewohner sehen ihn als staubige Steinwüste mit mal mehr oder weniger Unkraut und anderen Hinterlassenschaften an. Und wenn man die Reaktion der Bevölkerung auf die befristete Begrünung des Kohlmarktes sieht - alle sind des Lobes voll, ähnliches gilt für andere Projekte, Pflanzen und Grün in die Innenstadt zu bringen -  dann sollte man als Planer sich vielleicht doch mal den ein oder anderen Gedanken machen, für wen Plätze in einer Stadt eigentlich gestaltet werden.Und: Grüne Plätze erfreuen aber nicht nur das Herz, sondern verbessern auch das Klima.  Im Kulturausschuss, in dem der Antrag auch behandelt wurde, wurde aber schnell deutlich, dass die CDU in ihrem Antrag den Gedanken einer Begrünung nur als Beiwerk sieht. Ihr geht es nicht um eine städtebauliche Aufwertung des Platzes und eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität, sondern um das Aufstellen weiterer Elemente einer feudalen Vergangenheit. Die nicht verbauten Schlosssteine sollen das Kaufschloss ergänzen.Wir hätten in Kauf nehmen können, den ein oder anderen Stein als Element in einem grüngestalteten Anna-Amalie-Platz zu sehen. Das hätte auch wohl keinen Besucher so sonderlich interessiert. Aber wir wollten  eine Aufwertung des Platzes durch mehr Pflanzen. Deshalb hat es uns zunächst gefreut, dass in der CDU scheinbar auch ein Umdenken stattgefunden hat.Aber die Diskussion um Punkt 2 (Schaffung von grünen Begegnungsinseln) hat dann deutlich gemacht, dass von Umdenken, von ökologischem Denken in der CDU nicht die Rede sein kann.

Wir werden den Antrag deshalb ablehnen.

Gisela Ohnesorge

 
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