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Ausbau der Stadtbahn PDF Drucken E-Mail
Montag, 23. Januar 2017

 Die Fraktion DIE LINKE begrüßt es sehr, dass der dringend notwendige Ausbau des Braunschweiger ÖPNV nun vorangetrieben wird und unter Ausschöpfung von Fördermitteln von Bund und Land bis 2030 200 Mio.Euro in den Stadtbahnausbau fließen sollen. In Kombination mit Verbesserungen der regionalen Verkehrsanbindung nicht zuletzt durch den Ausbau der Weddeler Schleife, einer besseren Verknüpfung von Bahn-, Stadtbahn- und Busverkehr an Umstiegs-Knotenpunkten, verbesserten Taktzeiten auch im Busverkehr und nicht zuletzt attraktiver Park-and-Ride-Angebote bedeutet das Ausbaukonzept für Braunschweig einen großen Sprung nach vorn in Richtung eines attraktiven und klimafreundlichen, einer Großstadt würdigen ÖPNV.

Den Abschied vom Konzept der Regiostadtbahn halten wir nach wie vor für falsch, denn den Vorteil und die Attraktivität dieses in anderen Regionen erfolgreich praktizierten Modells, ohne umzusteigen aus dem Umland in die Innenstadt zu gelangen und diese spürbar vom Autoverkehr zu entlasten, kann die beste Verknüpfung nicht kompensieren. Für das neue Konzept hoffen wir nun, dass die Planungen zügig vorangetrieben werden und der Zeitplan, 2020 mit dem Ausbau zu beginnen und die letzte der Linien 2030 fertigzustellen, auch eingehalten wird.Es ist gut und wichtig, dass in den Planungen die Anbindung nicht nur bereits fertiggestellter, sondern auch in Planung befindlicher Neubaugebiete Berücksichtigung findet. Es wird höchste Zeit, dass endlich eine Anbindung von Volkmarode Nord ohne Umsteigen ermöglicht wird.

Was wir kritisch sehen ist, dass die Erschließung der westlichen Innenstadt durch eine Straßenbahntrasse erst in der dritten und letzten Stufe des Projektes erfolgen soll, denn diese Trasse wird neben ihrer Funktion als Entlastungsstrecke für den Bohlweg auch dazu beitragen, der Innenstadt von dieser Seite wieder größere Publikumsströme zuzuführen und Leerständen entgegenzuwirken. Am Ende wird die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs, übrigens auch die Nutzung von Park-and-Ride-Plätzen, nicht zuletzt von der Preisgestaltung abhängen. Unsere Fraktion wird sich daher auch in Zukunft für einen ÖPNV einsetzen, der für alle bezahlbar ist, insbesondere für Familien mit Kindern.

 
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