Das Neueste

Leser online

Zum Gleichstellungsbericht 2007 bis 2009 PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 14. Dezember 2010

Gisela Ohnesorge auf der Ratssitzung vom 14.12.2010 zum "Gleichstellungsbericht 2007 bis 2009"

Dass es einen solchen Bericht gibt und dass uns entsprechende Zahlen vorgelegt werden, ist zunächst einmal positiv zu bewerten. Dennoch möchte ich auf ein paar Aspekte hinweisen. Grundsätzlich muss zunächst festgehalten werden, dass es bei der Problematik von Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit in erster Linie um Frauen geht, insofern ist in erster Linie Frauenförderung das Thema, denn immerhin sprechen wir hier von der Hälfte der Bevölkerung. Nach wie vor prägen männerdominierte Strukturen den Alltag von Frauen. Trotz gleicher Arbeit und Qualifikation sind Frauen immer noch unterbezahlt. Viele Bereiche werden mehrheitlich den Frauen zugewiesen, so die liebevolle Zuwendung und Fürsorge in der Familie, aber auch in vielen sozialen Bereichen wie Pflege, Kinderbetreuung. Die Diskussion um das Fehlen von Männern beispielsweise in Kindertagesstätten, aber auch in Grundschulen, was dazu führe, dass eine männliche Vorbildfunktion fehle, mag zutreffend sein und ist dennoch eine Diskussion, die die Sachverhalte verfälscht. Weshalb gibt es denn kaum Männer als Erzieher oder als Grundschullehrer? Dies könnte man beliebig weiter ausweiten auf andere Berufe, die alle eines gemeinsam haben: Sie sind – obwohl es sich um sehr wichtige Berufe handelt- schlecht bezahlt. Die Verwaltung verweist in ihrem Bericht auf das, was innerhalb der Verwaltung bereits erreicht wurde: Rund 60% der Beschäftigten bei der Stadt sind Frauen. Das ist zunächst eine gute Nachricht. Allerdings muss einem klar sein, dass viele Frauen in den oben aufgeführten Berufen, beispielsweise in den städtischen Kitas, arbeiten. In Führungspositionen- auch wenn sich etwas tut- sieht die Bilanz aber nach wie vor traurig aus: Nur rund 34 % der Leitungsstellen sind mit Frauen besetzt. Um so paradoxer die Diskussion um den abnehmenden Schulerfolg von Jungen und die zunehmende Erfolgsquote von Mädchen. Die guten Abschlüsse der Mädchen führen nicht zu einer entsprechenden Repräsentanz in den höheren Berufsgruppen. Der Ruf nach Jungen- oder Männerförderung wird damit absurd. Übrigens sieht es in der Politik auch nicht viel besser aus. Hier in unserem Rat gibt es auch nur 30% Frauen (16 von 52). In vielen Teilen bleibt der Bericht für mich zu ungenau. Aussagen wie, dass „vermehrt auch Männer Teilzeit in Anspruch nehmen“ oder „dass bei der Feuerwehr eine Steigerung des Frauenanteils zu verzeichnen“ sei, ebenso dass „Hausmeisterstellen verstärkt mit Frauen besetzt werden“, lassen die Vermutung aufkommen, dass bewusst keine Prozentzahlen/Vergleichszahlen gegeben werden, da es sich nur um marginale Zunahmen handelt. Als wesentliche Anstrengung der Stadt werden der Ausbau der Kinderbetreuung und die Ganztagsgrundschulen genannt. Das ist wichtig und richtig. Aber es müsste noch viel deutlicher herausgestellt werden, dass Kindererziehung und Betreuung nicht eine Sache der Frau allein ist, sondern Männer und Frauen in gleicher Weise betrifft. Hier muss im gesellschaftlichen Umdenken noch viel passieren. Die Mitteilung schließt mit der Aussage, dass die Stadt alles Mögliche tun werde, um Frauenförderung und Geschlechtergerechtigkeit innerhalb und außerhalb der Verwaltung zu erreichen. Diese allgemeine Absichtserklärung ist meiner Meinung nach zu wenig: Es müssten klare Zielvorstellungen mit genauen Zahlenangaben formuliert werden. Besonders wenig wird klar, inwieweit die Stadt außerhalb der Verwaltung für diese Gleichstellung von Frauen arbeitet. Mir würden auch zu diesem Bereich mögliche Aktionen einfallen. Vielleicht sollte man als ersten Bewusstseinsbildungsprozess einen Putztag gegen sexistische Werbung in der Stadt einführen, um zu verdeutlichen, dass man es ernst meint mit der Würde der Frauen.

 
Fortschreibung des Kindertagesstätten-Entwicklungsplans PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 16. November 2010

Ratssitzung 16.11.2010. Redebeitrag von Gisela Ohnesorge:

Die 11. Fortschreibung des Kindertagesstätten-Entwicklungsplans 2010 liefert eine gute Übersicht über die Versorgungsquoten in den einzelnen Stadtgebieten. Insofern ist er sehr hilfreich und ich würde mir wünschen, dass endlich auch im Bereich der Schulen eine solche Planung vorgelegt wird.

weiter …
 
Umbenennung der Agnes Miegel Straße PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 21. September 2010

Stellungnahme von Gisela Ohnesorge zur Ratssitzung am 21.09.2010 zu diesem Antrag der BIBS-Fraktion:

Zum wiederholten Mal diskutieren wir über die Praxis der Namensgebung in der Stadt Braunschweig. Alle Versuche, im Fachausschuss entweder Planungs- und Umweltausschuss (PLUA) oder (Ausschuss für Kultur und Wissenschaft (AfKW) über Richtlinien nachzudenken, wurden von der Ratsmehrheit abgebügelt. Man will es nicht, weil man nicht über den eigenen Umgang mit Menschen, die den Nationalsozialismus gutgeheißen, ihn zum Teil auch aktiv unterstützt haben, nachdenken will. Schnell wird einfach behauptet, die Kritiker wollten verdienstvolle Persönlichkeiten verunglimpfen. Zum Teil wäre das auch durchaus richtig, klar herauszustellen, welche Rolle jemand in der NS- Zeit gespielt hat und welche Schuld er auf sich geladen hat. Aber das ist nicht die Aufgabe des Rates. Aber wenn es um Benennung von Straßen und Plätzen und öffentlichen Einrichtungen geht, dann muss er sich Gedanken machen.

weiter …
 
Pro 5. IGS PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 21. September 2010
Redebeitrag von Gisela Ohnesorge zur Ratssitzung am 21.09.2010
Dem Antrag kann man nur zustimmen, allerdings mit der von uns eingebrachten Änderung, nämlich noch keine Festschreibung des Standortes und Erarbeitung eines Schulentwicklungsplanes.
weiter …
 
DIE LINKE. zur Resolution gegen Rechtsextreme PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 21. September 2010
Redebeitrag von Udo Sommerfeld zur Ratssitzung am 21.09.2010

Es gilt das gesprochene Wort

Hintergrund für die Verabschiedung der Resolution, die wir heute hoffentlich einstimmig beschließen, ist die erneute Anmeldung einer rechtsextremistischen Demonstration für das Jahr 2011. Dies ist die fünfte Anmeldung einer solchen Veranstaltung seit 1999.
weiter …
 
<< Anfang < Vorherige 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Nächste > Ende >>

Ergebnisse 82 - 90 von 101
[ Zurück ]